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Mysteriös - clickBOOMs Vietnam ?

Es hätte so schön sein können. Gerade war der kanadische Softwareproduzent clickBOOM, eine Tochterfirma der ebenfalls in Kanada ansässigen PXL Computers Inc., von der Leserschaft des englischsprachigen Amiga-Spielemagazins "Amiga Nutta" mit fünf Preisen, u.a. als beste Amiga-Firma und für das beste Spiel des Jahres 1998, ausgezeichnet worden. Gerade schien clickBOOM mit der für Anfang Februar geplanten (und inzwischen tatsächlich erfolgten) Veröffentlichung von "Napalm: The Crimson Crisis", einem Spiel im auf dem PC sehr erfolgreichen "Command & Conquer"-Stil, auch für 1999 das Maß aller Amiga-Spiele setzen. Gerade hatte clickBOOM mit einem WWW-Portal einen (Kunden)Service ganz eigener Qualität aus der Taufe gehoben. Da wurde die Festtagsstimmung abrupt und nachhaltig gestört. Die Chronologie des Ereignisse:

Am 4. Februar wurde auf den WWW-Seiten des Online-Nachrichtendienstes "Amiga Extreme" <http://www.amigaextreme.com> ein etwa 50 KByte langer Text mit dem Titel "The story about clickBOOM" veröffentlicht, in dem ein Serbe namens Djordje Djurdjevic schwere Anschuldigungen gegen den Spieleproduzenten erhob. Der "Geschichte clickBOOMs" zufolge ist das erste Produkt der Firma, der Action-Hit "Capital Punishment", vollständig von serbischen Programmierern erstellt worden. Dabei habe sich clickBOOM-Chef Alexander Petrovic fragwürdiger Methoden bedient, um den Erscheinungstermin der Amiga-Version einzuhalten. Vor allem habe er Vladimir Ignjatovic, laut Djordje Djurdjevic der Programmierer der Amiga-Version von "Capital Punishment", damit gedroht, für dessen Einberufung in die jugoslawische Armee zu sorgen. Andere clickBOOM-Mitglieder seien durch die Ausnutzung der finanziellen Abhängigkeit unter Druck gesetzt worden. Und auch bei der Bewertung des schließlich veröffentlichten Spieles durch die kommerziellen Amiga-Printpublikationen sei es, so der Vorwurf, nicht mit rechten Dingen zugegangen - Petrovic habe die Herausgeber massiv beeinflußt.

Djurdjevic, der 1995 als Programmierer eines nach einiger Zeit eingestellten Hotelmanager-Projektes mit dem Arbeitstitel "Beach" als zunächst noch freier Mitarbeiter zum damaligen clickBOOM-Team gestoßen sein will, habe zwischenzeitlich an einem eigenen Installationsprogramm für "Capital Punishment" gearbeitet. Dieses Vorhaben habe Alexander Petrovic, der gelegentlich für einige Zeit aus Kanada nach Belgrad gekommen sei, dann jedoch gestoppt und statt dessen die Verwendung des gängigen C=-Installers angeordnet. Statt dessen will Djurdjevic dann mit der Amiga-Konvertierung von "Myst" betraut worden sein. Dafür sei ihm ein Gehalt in der damals für Mitglieder des jugoslawischen clickBOOM-Team üblichen Höhe von 400 DM pro Monat zuzüglich einer nach Fertigstellung des Spieles fälligen Bonuszahlung versprochen worden. Unterdessen hätten jedoch mehrere an der Produktion von "Capital Punishment" beteiligte Programmierer und Grafiker das Team im Streit mit Alexander Petrovic verlassen, da dieser versprochene Zahlungen nicht geleistet habe. Auch bezüglich des zur Verfügung stehenden Entwicklungsmaterials habe die kanadische Geschäftsführung Djurdjevic und die verbliebenen clickBOOM-Mitglieder kurz gehalten - die Programmierer mussten ihre privaten PCs benutzen und als Compiler habe Djurdjevic ein raubkopiertes Exemplar von "Storm C" verwenden müssen, da Alexander Petrovic ihm angeblich nur die veraltete Version 1.0 zur Verfügung stellen wollte. Im Sommer 1997 sei die Situation dann eskaliert. Zwar habe Alexander Petrovic ihm nun einen A4000 mit einer Cybervision64/3D aus Kanada geschickt, doch habe man nun verstärkt Djurdjevic für die Verzögerungen bei der Umsetzung von "Myst" verantwortlich gemacht. Zwar sei ihm, nachdem er Petrovic eine Art Ultimatum gestellt hatte, ein weitgehend akzeptabler Vertrag angeboten worden. Da dieser aber in englischer Sprache gehalten war und das Recht der kanadischen Provinz Ontario für anwendbar erklärte, habe sich Djurdjevic geweigert, ihn zu unterschreiben. Am 25. September 1997 sei er dann aus den Diensten clickBOOMs entlassen worden. Zuvor habe er noch den gesamten "Myst"-Quelltext, der zu dieser Zeit angeblich zu über 70% fertiggestellt war, nach Kanada schicken müssen - das Spiel sei dort von jemand anderem fertiggestellt worden.

"Oh, well... I didn't hear from him for quite some time after Capital Punishment was released, but at the end of November, Dragan told me that Aleksandar had some plans with me about porting a great game to Amiga. I was very interested but Aleksandar told me more about it only in January 1997. That game was Myst. Yes, that nice looking, stupid adventure. I saw it once on PC and was not much stunned. However, when he told me that it's one of the best selling games on PC and MAC I changed my mind - it's a great game, then :)"

-- Djordje Djurdjevic, "The Story about clickBOOM"

Es dauerte nur einen Tag, dann war diese Geschichte von den "Amiga Extreme"-Seiten wieder verschwunden. Doch wie schon früher in anderen Fällen bewies das Internet auch diesmal, dass einmal veröffentlichte Informationen nicht mehr so einfach zu kontrollieren sind. Mehrere amigaspezifische Internet-Nachrichtendienste berichteten über die Geschichte, zum Teil wurde diese dort auch als Kopie zum Abruf vorgehalten. Johan Rönnblom, ein Schwede, legte sogar eine eigene WWW-Seite an, auf der er das bei "Amiga Extreme" verschwundene Material anbot. Schon am 7. Februar erreichte ihn daraufhin nach eigenen Angaben eine e-Mail, in der er von einem Sebastian L. Merriman, der als Vertreter von PXL Computer Inc. auftrat, aufgefordert wurde, dieses Material innerhalb von 48 Stunden vom Netz zu nehmen. Andernfalls würde man rechtlich gegen ihn vorgehen. Rönnblom stellte auch diese Mail auf seine WWW-Seite, obwohl in ihr ausdrücklich jedwede Veröffentlichung untersagt wurde. Als Reaktion auf seine Antwort kam es, sofern Rönnbloms Angaben stimmen, zu einem regen Mailwechsel, der am Ende aus insgesamt jeweils vier Mails von Merriman und Rönnblom bestand und komplett auf dessen WWW-Seite nachvollzogen werden kann. Dass dieser Mailverkehr tatsächlich stattgefunden hat, wird durch Mails bestätigt, die Sofia Tsiotsikas, bei clickBOOM für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, zur gleichen Zeit an zahlreiche amigaspezifische Internet-Nachrichtendienste geschickt hat und deren Inhalt sich in großen Teilen mit denen von Rönnblom veröffentlichten deckt. Auch hat clickBOOM bislang die Authentizität des von Johan Rönnblom publizierten Mailwechsels nicht bestritten. In ihm stellte Merriman klar, dass die ganze Geschichte eine große Lüge sei. Dabei bediente er sich jedoch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht eher fragwüdriger Argumente, die in dem unsinnigen Vorwurf gipfelten, dass die von Rönnblom vorgenommene Veröffentlichung urheberrechtlich (!) unzulässig sei. Ähnlich vage war auch das vorgenannte Schreiben von Sofia Tsiotsikas. Als Beweis der Unwahrheit der von Djurdjevic präsentierten Geschichte wolle man vor Gericht den "Hauptprogrammierer" sowie den Quelltext von "Myst" präsentieren - als würde sich nicht schon aus der "Geschichte clickBOOMs" ergeben, dass Djurdjevic die Sourcen seinem angeblichen Arbeitgeber überlassen haben will, woraufhin dieser dann einen anderen Programmierer mit der Fertigstellung des Programmes betraut haben soll. Statt dessen verwiesen Merriman und Tsiotsikas (diesmal in einer Mail an Petra Struck, die Betreiberin eines WWW-Amiga-Newstickers) darauf, dass clickBOOM schon früher erfolgreich gegen ähnliche Verleumdungskampagnen vorgegangen sei. Unklar bleibt, warum dann die an gleicher Stelle als "Beleg" angegebenen WWW-Seiten nach wie vor existieren.

Unterdessen wurde am 11. Februar das Statement einer Gruppe namens "team JUICE" veröffentlicht, der angeblich auch Djordje Djurdjevic angehört. Das aus acht Personen bestehende Team behauptete darin, die ursprüngliche Besetzung von clickBOOM zu sein, die "Capital Punishment" geschrieben habe und für den Großteil der Amiga-Umsetzung von "Myst" verantwortlich sei. Die ursprünglich von Djurdjevic alleine veröffentlichte Geschichte entspreche der Wahrheit. Als Beweis verfüge man über sämtliche Quelltexte, Grafiken und Musik, die im Rahmen der genannten Projekte angefallen seien, sowie diverse bislang unveröffentlichte Extras, wie z.B. ein Extra-Charakter für "Capital Punishment" und die fertiggestellte PC-Version des Spieles. Überdies stammten die Namen clickBOOM und "Captial Punishment" ursprünglich von Vladimir Ignjatovic, dem - glaubt man dem Statement - Programmierer des clickBOOM-Debüts. Eine direkte Reaktion auf diese Stellungnahme ist bislang nicht erfolgt. Dabei sind die Vorwürfe ernst - insbesondere aus der Zusammenschau mit der repressiven Art und Weise, in der die kanadische Softwarefirma auf die Veröffentlichung der "Geschichte clickBOOMs" reagiert hat. Immerhin wird clickBOOM unterstellt, die Öffentlichkeit über die Identität ihrer Programmierer belogen, diese mit fragwürdigen Methoden behandelt und mit einem (angesichts der Verkaufserfolge von "Capital Punishment" und "Myst" bescheidenen) Taschengeld abgespeist zu haben, ja, teilweise sogar Zahlungsverpflichtungen überhaupt nicht nachgekommen zu sein.

Der ebenfalls in der "Geschichte" erhobene Vorwurf, für "Capital Punishment" sei eine LhA-Version mit illegalem Keyfile verwendet worden, wiegt hingegen nicht schwer. Stefan Boberg, der schwedische LhA-Programmierer, hat schon seit Jahren keine Registrierungen mehr vorgenommen. Wie dem "Gadget" bekannt ist, blieben auch die Anfragen anderer Softwarefirmen, die für das mittlerweise in einer von Jim Cooper betreuten neuen Version als Freeware freigegebene LhA eine Lizenz zur Verwendung in kommerziellen Spieleveröffentlichungen erwerben wollten, unbeantwortet. Selbst wenn clickBOOM statt einer nur für "Testzwecke" (evaluation) zugelassenen LhA-Version eine mit einem illegalen Keyfile verwendet haben sollte, hat sich der betroffene Rechteinhaber hier den entgangenen Verdienst selbst zuzuschreiben - nicht ohne Grund ist deshalb auch kein Fall bekannt, in dem Stefan Boberg gegen eine unerlaubte Verwendung von LhA vorgegangen wäre.

Die ganze Geschichte wäre, wie so vieles, was im Internet an Gerüchten und Halbwahrheiten kursiert, trotz der völlig unangemessenen Reaktion von clickBOOM nur ein weiterer Sturm im Wasserglas gewesen. Doch bereits in der "Geschichte clickBOOMs" berichtete Djurdjevic von einer versteckten Nachricht, die er in drei Sprachen (englisch, französisch, serbisch) in einer Grafikdatei plaziert hatte, welche ursprünglich für eine Demoversion vorgesehen war, die auf der Cover-CD des inzwischen eingestellten britischen Magazins "CU Amiga" erscheinen sollte. Dazu kam es jedoch nicht, statt dessen wurde Djurdjevic, glaubt man seiner Version der Geschichte, zwischenzeitlich von Alexander Petrovic gefeuert. Die Datei ("MYST:GFX/MYST/Vault_ControlPanel_(buttn).pic") habe jedoch nach wie vor existiert und sei sogar mit in die schließlich veröffentlichte Endfassung übernommen worden. Um die versteckte Nachricht sichtbar zu machen, benötigt man ein kleines Programm, das Djordje Djurdjevic - mitsamt einer kurzen Anleitung und dem Sourcecode in C - parallel zur "Geschichte clickBOOMs" veröffentlichte. Und tatsächlich existiert nicht nur die genannte Grafik-Datei auf dem "Myst"-Original. Das etwa 17 KByte große Programm "Zvrcka" erzeugt darüber hinaus auch (in der RAM-Disk) drei Version einer Textdatei - jeweils in einer anderen Sprache - in der angeblich "The Whole Truth About clickBOOM" erzählt wird. Diese Geschichte deckt sich inhaltlich mit der im Internet veröffentlichten, enthält jedoch auch noch einige neue Details (so soll Alexander Petrovic beispielsweise den clickBOOM-Grafiker gezwungen haben, das Aussehen einer Figur aus "Capital Punishment" künstlich zu verschlechtern, da sonst jeder sie für eingescannt gehalten hätte). Nach einer vorläufigen Überprüfung wird diese versteckte Nachricht tatsächlich von "Zvrcka" aus der Grafik-Datei erzeugt und nicht etwa unabhängig von dieser generiert. Gegenteilige Erkenntnisse sind bislang auch im Internet nicht veröffentlicht worden. Und selbst clickBOOM hat in den Mails an die amigaspezifischen Internet-Nachrichtendienste zumindest die Existenz des "`mysterious file' on Myst" bestätigt: "that is a fact".

Damit liegt ein, wenn auch nicht zwingender, Beweis für die Richtigkeit der Geschichte von Djordje Djurdjevic vor. Hinzu kommt die ungewöhnliche Praxis, dass bei den in Rede stehenden clickBOOM-Veröffentlichungen zwar sogar die Beta-Tester namentlich genannt werden, die Identität der Programmierer und Grafiker jedoch im dunkeln bleibt. Doch obwohl in der oben erwähnten Mail an die Internet-Nachrichtendienste behauptet worden war, man stehe für die Erteilung weiterer Informationen zur Verfügung, weigerte sich clickBOOM auf die vom "AmigaGadget" wiederholt vorgetragene Bitte, sich zu diesen Punkten zu äußern, vor Redaktionsschluss einen Kommentar zu diesem Thema abzugeben, da man rechtliche Schritte gegen die Person, die die Geschichte veröffentlicht hat, plane. Sofia Tsiotsikas, die Pressesprecherin des Unternehmens, kündigte lediglich eine offizielle Stellungnahme an, die so schnell veröffentlicht werden solle, wie es ohne Beeinträchtigung des eingeleiteten Verfahrens möglich sei. Obwohl schon vor über einer Woche angekündigt, ist bis dato (22.02., 17.00 Uhr) eine solche Stellungnahme nicht erfolgt. ClickBOOM erachtet es also offensichtlich nicht für erforderlich, zumindest die einfache Frage nach der Identität der wirklichen Programmierern von "Capital Punishment" zu beantworten, und fordert statt dessen von Amiga-Magazinen blindes Vertrauen in die gebetsmühlenartig vorgetragene Behauptung, die Vorwürfe seien Teil einer groß angelegten Kampagne gegen clickBOOM. Erstaunlicherweise hat diese Vorgehensweise insbesondere bei den englischen Internet-Nachrichtendiensten offensichtlich großen Erfolg. So enthält sich "Amiga Extreme" nach wie vor jeden Kommentares. Und das Online-Magazin "Amiga Flame" gab erst vor wenigen Tagen Sofia Tsiotsikas in einem ohne auch nur im entferntesten von kritischem Geist beseelten Interview Gelegenheit, ungehemmt und ungestört Werbung für "Napalm" und das clickBOOM-WWW-Portal zu machen. Petra Struck's Amiga-Nachrichtenticker, der unter der Adresse <http://online-club.de/m0/rp10470/news.html> (jetzt: <http://www.amiga-news.de/>) zu finden ist, und die Czech Amiga News <http://www.realdreams.cz/amiga/> dokumentieren hingegen nach wie vor das Geschehen, ohne in der Sache selbst Stellung zu beziehen. Inzwischen hat sich auch "Amiga Nation", ein Amiga-Informationsdienst aus der Schweiz, der Geschichte angenommen und verspricht, seine Leser weiterhin unter seiner URL <http://www.amiganation.ch/news/default.htm> über den Stand der Dinge zu unterrichten. Auch das "Gadget" wird natürlich den Fall weiter im Auge behalten. In dieser Ausgabe befinden sich zwei Kurzinterviews mit Johan Rönnblom und dem "team JUICE", in denen deren Positionen genauer herausgearbeitet werden. Die Firma clickBOOM verweigerte, wie bereits erwähnt, leider jegliche offizielle Stellungnahme zu diesem Zeitpunkt.

Momentan hat clickBOOM zwei Alternativen - zum einen könnten die Kanadier einen geordneten Rückzug antreten, endlich ihre Karten offen legen und so ihren Beitrag zur Wahrheitsfindung leisten. Sollten dabei überzeugende Beweis zu Tage treten, so dürfte die ganze Affäre in Windeseile vergessen sein - und die Party weitergehen. Zum anderen könnte clickBOOM aber auch, und danach sieht es nach dem fragwürdigen Vorgehen gegen die Online-Publikationen und der auch gegenüber dem "Gadget" an den Tag gelegten plumpen Verweigerungshaltung bedauerlicherweise eher aus, massiv versuchen, durch mehr oder minder offene Androhung faktischer und rechtlicher Repressionen die Kritik zum Verstummen zu bringen, ohne in der Sache selbst etwas zu offenbaren (wie etwa die Namen derjenigen, die "Capital Punishment" programmiert haben, oder eine Erklärung darüber, wie die versteckte Nachricht auf die "Myst"-CD-ROM gelangen konnte). Diese "McNamara-Variante" würde, selbst wenn sie Erfolg hat oder sich gar herausstellen sollte, dass "die "wahre Geschichte über clickBOOM" ein einziges Ammenmärchen ist (wofür im übrigen die bisherige Weigerung des "team JUICE", den Original-Quelltext wenigstens auszugweise zu veröffentlichen, spricht), große Opfer auf beiden Seiten fordern. Den Kanadiern wäre das Aufsehen der Amiga-Presse und natürlich der selbst für obskure Gerüchte immer dankbaren Internet-Gemeinde gewiß. ClickBOOM könnte - in Anspielung auf den Titel ihres neuesten Spiels - eine Art Vietnam drohen. Und, um noch einen weit hergeholten Vergleich zur politischen Zeitgeschichte zu ziehen, auch die Lewinsky-Affäre begann schließlich mit der Veröffentlichung eines Gerüchtes auf den WWW-Seiten einer Internet-Nachrichtenagentur - und endete erst nach einem Skandal, der seinesgleichen sucht, und das Amt des US-Präsidenten auf lange Sicht beschädigt hat. Eine entsprechende Entwicklung wäre für den Amiga-Spielemarkt fatal.

(c) 1999 by Andreas Neumann

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